Burg Botzlar

Über den mittelalterlichen Gebäudebestand auf Botzlar ist in den Urkunden nur wenig überliefert. Als Anna von Gysenberg 1587 den Botzlarer Besitz unter ihren Kindern aufteilte, wurden ein Steinhaus, ein Bauhaus, ein Sommerhaus, ein Haus neben dem Steinhaus mit Saal, Stuben, Gemächern und Kellern, sowie Brücken, Pforten und Gräften als Bauten genannt. Ebenso ist ausgehend von den Überlieferungen zu vermuten, dass jeder der auf der Burg zu Verteidigungszwecken lebende Burgmann (im 14. Jahrhundert werden 17 Burgmänner genannt) mit einem Haus auf dem Burggelände ausgestattet war. Der Standort des Kerngebäudes der Burganlage wird im Bereich des heutigen Hauses Botzlar vermutet. Ein annähernd quadratischer Bereich im südlichen Gebäudeteil, der eine Mauerstärke von fast zwei Metern erreicht, wird als Rest des mittelalterlichen Wohnturms interpretiert.

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